Im Sakrament der Krankensalbung erfährt der Kranke den Zuspruch der Nähe und des Beistands Gottes in seiner jeweiligen Situation. Die Krankensalbung ist ein sakramentaler Dienst, der aufrichten, helfen und trösten will. Gerade in Zeiten der Krankheit und bei fortschreitendem Alter erfährt der Mensch seine Ohnmacht, seine Grenzen und seine Endlichkeit.
Die besondere Liebe Jesu zu den Kranken bewog die Christen durch alle Jahrhunderte, sich derer anzunehmen, die körperlich und seelisch leiden. Die Feier des Sakramentes besteht im wesentlichen in der Salbung von Stirn und Händen des Kranken und im Gebet über und mit ihm. Der Empfang der Krankensalbung kann durchaus mehrmals im Leben erfolgen. Die Krankensalbung ist kein Sterbesakrament (dieser Aspekt wurde vor dem II. Vatikanum durch den Sprachgebrauch "Letzte Ölung" leider überbetont).
Christliche Patientenvorsorge - das ist der Titel einer Handreichung und eines Formulares der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland in Verbindung mit weiteren Mitglieds- und Gastkirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland. Inhalt: Christliche Patientenvorsorge durch Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Behandlungswünsche und Patientenverfügung.